Seminar-Themen, Umsatzsteuer — 09:30

Umsatzsteuer bei internationalen Warenlieferungen

Der internationale Warenhandel sowie die damit verbundenen logistischen Dienstleistungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Weil hohe Umsätze erzielt und viele Unternehmen betroffen sind, ist es plausibel, dass die (komplizierten) Regelungen des Umsatzsteuerrechts in diesem Bereich im Fokus des Gesetzgebers und der Finanzverwaltung stehen bzw. immer wieder Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen sind. Einzelne Schlagworte, wie z.B. die 2013 eingeführte „Gelangensbestätigung“, das „Verfahren 42“ oder die „Zuordnung der warenbewegten Lieferung im Reihengeschäft“ sind insofern in aller Munde.

Für die Unternehmen ist es wichtig, die umsatzsteuerlichen Regelungen zu kennen und aktuelle Entwicklungen zu verfolgen. Hierbei geht es nicht nur darum, die mit dem Warenhandel verbundenen umsatzsteuerlichen Risiken zu kennen. Denn es gibt auch Gestaltungsmöglichkeiten, die Unternehmen im Interesse der Steigerung ihrer (auch internationalen) Wettbewerbsfähigkeit bzw. Reduzierung der administrativen Kosten kennen sollten.

In diesem Seminar erhalten die Teilnehmer einen systematischen und praxisorientierten Überblick über die maßgeblichen Regelungen im Umsatzsteuerrecht und über die Schnittstellen zum Zollrecht im internationalen Warenverkehr. Für die Bereiche „Im- und Export“ bzw. „innergemeinschaftlicher Warenhandel“ wird dargestellt, wann für Warenumsätze bzw. Logistikdienstleistungen Befreiungen greifen, wie sich die umsatzsteuerliche Bemessungsgrundlage ermittelt, wie Rechnungen zu gestalten sind, welche Dokumentations- und Deklarationspflichten bestehen und welche Partei zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Darüber hinaus werden Sonderregelungen, wie sie z.B. für Reihengeschäfte und die für Umsätze mit Nichtgemeinschaftswaren (z.B. im Zolllager) bestehend, skizziert. Anhand praktischer Fälle soll aufgezeigt werden, wie die Mitarbeiter Eingangs- und Ausgangsumsätze ihres Unternehmens umsatzsteuerrechtlich richtig beurteilen.

Seminarinhalte im Einzelnen

  • Grundsätzliche Funktionsweise der Umsatzsteuer bei internationalen Umsätzen
  • Umsätze mit Drittlandsbezug (Im- und Exporte)
    • Befreiung von Ausfuhren
    • Bemessungsgrundlage für die Einfuhrumsatzsteuer / Vorsteuerabzug aus EUSt.
    • Logistikdienstleistungen in Bezug auf Waren zur Einfuhr / Ausfuhr
    • Rechnungsgestaltung und Deklarationsverfahren
  • Innergemeinschaftlicher Warenhandel
    • Innergemeinschaftliche Lieferung / Nachweispflichten
    • Innergemeinschaftlicher Erwerb
    • Rechnungsgestaltung und Deklarationsverfahren (Umsatzsteuer, zusammen-fassende Meldung, Intrastat)
  • Sonderregelungen
    • Reihengeschäfte – Dreiecksgeschäfte
    • Innergemeinschaftliche Lieferung nach der Einfuhr (Verfahren 42)
    • Aktive und passive Lohnveredelung
    • Zolllager

Jetzt haben Sie die Möglichkeit, zu den von Ihnen gebuchten Seminaren einzelne Fragen vorab einzureichen. Als unser Seminargast senden Sie uns bitte bis mindestens zwei Wochen vor Seminarstart hier Ihre Fragen.

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an die Leiter und Mitarbeiter von Zoll- und Import-/Export- bzw. Logistikabteilungen sowie der Buchhaltung, aber auch an Mitarbeiter des Einkaufs und Vertriebs in Unternehmen mit internationalen Warenhandel sowie Speditionen und sonstigen Dienstleistern. Angesprochen sind auch Geschäftsführer und Ausfuhrverantwortliche sowie Compliance-Beauftragte und Mitarbeiter in Compliance-Abteilungen von Unternehmen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Referentin: Carsten Nesemann, Dipl.-Finanzwirt, Steuerberater
Termin: 08. September 2016
Ort:       HZA, Mönckebergstraße 5, 20095 Hamburg
Uhrzeit: 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 495,00 € zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer
(beinhaltet Seminarunterlagen, Getränke und Pausenverpflegung)
PDF-Download: Umsatzsteuer bei internationalen Warenlieferungen

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