Seminar-Themen, Zoll — 09:30

Versandverfahren – Die Möglichkeiten nach dem Unionszollkodex

Nichtgemeinschaftswaren können zwischen zwei Orten in einem Zollgebiet, über ein anderes Zollgebiet oder zwischen zwei oder mehr Zollgebieten im gemeinsamen/gemeinschaftlichen Versandverfahren befördert werden. Zölle, Steuern und handelspolitische Maßnahmen sind dabei ausgesetzt. Die Verzollung der Waren erfolgt am Bestimmungsort, z.B. an der zuständigen Zollstelle des Empfängers, statt an der Eingangszollstelle. Verfahrensvereinfachungen wie z.B. die Bewilligung zum Zugelassenen Empfänger/Versender) bieten weitere Vorteile und erleichtern die Zollabwicklung.

Seit 2005 müssen die gemeinschaftlichen/gemeinsamen Versandverfahren, die bis dahin mit Einheitspapier T1 und T2 abgewickelt wurden, mit dem elektronischen Versandsystem NCTS durchgeführt werden. Dies gilt sowohl für das Normalverfahren als auch für die Vereinfachungen Zugelassener Empfänger/Zugelassener Versender.

Die Nutzung von Versandverfahrens erleichtert jedoch nicht nur bestimmte Prozesse – es birgt auch Risiken für die Beteiligten, insbesondere für den Hauptverpflichteten als Inhaber des Verfahrens, der grundsätzlich eine Sicherheit zur Abdeckung möglicher Abgabenschulden leisten und für die nicht ordnungsgemäße Durchführung einzustehen hat.

In diesem Praxisseminar erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die Vorschriften des gemeinschaftlichen/gemeinsamen Versandverfahrens, deren Anwendungsbereich und praktische Handhabung. Detailliert aufgezeigt werden anhand von Praxisbeispielen die einzelnen Verfahrensschritte und potenzielle Risiken. Ebenfalls erläutert werden die Unterschiede zu anderen Transitverfahren, wie z.B. Carnet TIR/ATA und die Voraussetzungen für die Anbindung an NCTS.

Seminarinhalte im Einzelnen:

  • Grundlagen des Versandverfahrens
  • Der Hauptverpflichtete
    • Rechte und Pflichten
    • Haftung
    • Zugelassener Versender / Empfänger
    • Formen und Höhe der Sicherheitsleistung
  • Vorübergehende Verwahrung (SumA) und Verwahrerwechsel
  • Verfahrensübergänge
  • Behandlung von Unstimmigkeiten (Minder- und Mehrmengen, Aliudwaren)
  • Dokumentation in Transport- und Auslieferpapieren
  • Konsequenzen unerledigter Versandverfahren/Such- und Mahnverfahren
  • Handlungsempfehlungen bei Verfahrensfehlern
  • Erkennen und Vermeiden von Risiken
  • Praxisfälle

Jetzt haben Sie die Möglichkeit, zu den von Ihnen gebuchten Seminaren einzelne Fragen vorab einzureichen. Als unser Seminargast senden Sie uns bitte bis mindestens zwei Wochen vor Seminarstart hier Ihre Fragen.

Zielgruppe:

Das Seminar wendet sich an Verantwortliche und Sachbearbeiter in Unternehmen, die sich einen Überblick über die mit einem Versandverfahren verbundenen Möglichkeiten, Erleichterungen sowie Risiken verschaffen möchten.

Referenten: Hans-Peter Grage, Hellmann Worldwide Logistics
Termin: 20. Juni 2017
Ort:       HZA, Mönckebergstraße 5, 20095 Hamburg
Uhrzeit: 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 495,00 € zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer (beinhaltet Seminarunterlagen, Getränke und Pausenverpflegung, Mittagessen und Teilnahmezertifikat)
PDF-Download: Versandverfahren

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