17.09.2018

Brexit: Zoll informiert über die Auswirkungen des EU-Austritts

Brexit: Zoll informiert über die Auswirkungen des EU-Austritts

Der Zoll informiert aktuell über die Auswirkungen des Brexit auf EU-Unternehmen. Die Informationen richten sich insbesondere an Unternehmen, die im Handel mit dem Vereinigten Königreich bislang nicht mit dem Zoll in Kontakt gekommen sind. So weist der Zoll auf die Registrierungspflicht, die Nutzung von ATLAS sowie Vertretungsmöglichkeiten bei Zollförmlichkeiten hin.

Ergebnis der Brexit Verhandlungen ist nach wie vor offen

Gerade Unternehmen, die Handel mit dem Vereinigten Königreich betreiben, aufgrund des Status des Landes als EU-Mitgliedstaat jedoch bisher kaum bzw. keinen Kontakt mit dem Zoll hatten, sollten sich mit den grundlegenden Bestimmungen des Zollrechts auseinandersetzen. Der Zoll weist ausdrücklich darauf hin, dass sich Wirtschaftsbeteiligte bei den Zollbehörden registrieren lassen müssen und eine EORI-Nummer beantragen müssen. Weil der Informationsaustausch zwischen Wirtschaftsbeteiligten und Zollbehörden elektronisch erfolgt, weist der Zoll drauf hin, dass die Nutzung des hierfür bestehenden IT-Systems ATLAS einer Anmeldung und einer zertifizierten Software bedarf. 

Ab Austritt sind Zollförmlichkeiten zu beachten

Zugleich stellt der Zoll klar, dass bis zum Austrittsdatum das Vereinigte Königreich weiterhin EU-Mitgliedstaat ist und die Zollförmlichkeiten daher entfallen. Ab Austritt des Vereinigten Königreichs sind jedoch – je nach Ausgestaltung des Brexit – Zollförmlichkeiten zu beachten. Der Zoll geht davon aus, dass unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen um den Brexit Zollförmlichkeiten zu beachten sein werden. Insbesondere werden nach dem offiziellen Austritt des Vereinigten Königreichs alle Warenlieferungen aus oder in die EU abgefertigt werden müssen.

mj

 

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