06.06.2019

INSTEX: US-Report warnt vor Sanktionen für Europa wegen des Handels mit dem Iran

INSTEX: US-Report warnt vor Sanktionen für Europa wegen des Handels mit dem Iran

Laut Bericht des Medienunternehmens Bloomberg vom 29. Mai 2019 warnte das Finanzministerium der Vereinigten Staaten Europa vor Sanktionen für die Beteiligten des „Instrument in Support of Trade Exchanges“ (INSTEX). Der Bericht bezieht sich auf einen Brief der Staatssekretärin aus dem Finanzministerium in den USA vom 7. Mai 2019.

US-Sanktionen sollen umgangen werden

Finanztransaktionen zwischen der EU und Iran sollen mit diesem Zahlungssystem hinfällig werden, und dadurch die US-Sanktionen gegen das Zahlungsverkehrssystem mit Iran umgangen werden. Die drei europäischen Länder wollen diesen Weg zunächst nur für den Verkauf von Lebensmitteln, Medikamenten und Medizinprodukten im Iran nutzen.

Warnung durch das amerikanische Finanzministerium

Sigal Mandelker forderte laut Bloomberg in ihrem Brief vom 7. Mai 2019 dringend dazu auf, die potenziellen Sanktionsrisiken von INSTEX sorgfältig zu prüfen. Aktivitäten, die gegen die Sanktionen der USA verstoßen, könnten schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, einschließlich des Verlustes des Zugangs zum US-Finanzsystem. Der Brief soll für alle, die mit INSTEX in Verbindung stehen als Warnung gelten.

ajs

Unsere Seminarempfehlungen:

INSTEX, das „Instrument in Support of Trade Exchanges“, das als Zweckgesellschaft im Handel mit Iran agieren soll, wurde Ende Januar von Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegründet. Transaktionen sollen nicht mehr zwischen Exporteuren und Importeuren auf beiden Seiten vorgenommen werden. Der europäische Importeur soll seine Rechnung nicht beim iranischen, sondern bei einem europäischen Exporteur bezahlen. Iranische Exporteure wiederum bekommen ihr Geld von iranischen Importeuren. Mit den Seminaren der HZA sind Sie immer auf dem neuesten Stand:

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