14.05.2018

Überwachung der Einfuhr von Aluminiumerzeugnissen in die EU

Überwachung der Einfuhr von Aluminiumerzeugnissen in die EU

Die EU hat mit der Durchführungsverordnung (EU) 2018/640 vom 25. April 2018 (Abl. Nr. L 106/7 vom 26. April 2018) die Überwachung der Einfuhr von Aluminiumerzeugnissen in die EU eingeführt. Hintergrund der Maßnahme ist die schwierige wirtschaftliche Situation in der europäischen Aluminiumindustrie vor dem Hintergrund des weltweiten Überangebots im Aluminiumsektor.

Überwachung gilt ab dem 12. Mai 2018

Überwacht werden Erzeugnisse aus Nicht-EU-Ländern mit Ausnahme von Norwegen, Island und Liechtenstein. Ausgenommen sind darüber hinaus Einfuhren bis zu einem Nettogewicht von 2.500 Kg. Laut einer Mitteilung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gilt die Überwachung ab dem 12. Mai 2018 und bis einschließlich 15. Mai 2020.

Vorlage eines Überwachungsdokuments erforderlich

Während dieses Überwachungszeitraums ist bei Einfuhren von Aluminiumerzeugnissen die Vorlage eines Überwachungsdokuments erforderlich. Anträge auf Ausstellung eines solchen Dokuments können über das Online Portal ELAN des BAFA gestellt werden. Auch die Antragsstellung auf dem Postweg oder per Fax bleibt möglich, sofern der Vordruck E 3c, die Anlage zum Überwachungsdokument sowie eine Kopie des Kaufvertrags oder der Pro-forma-Rechnung und der Packing List übermittelt werden.

Schwierige wirtschaftliche Situation der Aluminiumindustrie

Grund für die Überwachungsmaßnahme ist die schwierige wirtschaftliche Situation der Aluminiumindustrie in der EU. Laut EU haben auch die zusätzlichen Zölle der USA auf Aluminium und Stahl Auswirkungen auf den EU-Markt: So wird befürchtet, dass die Handelsströme aufgrund dieser Maßnahmen umgelenkt werden könnten und so zukünftig eine Schädigung der Unionshersteller bewirken.

mj

 

 

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