Praxiswissen Export

Zollrechtliche Ausfuhrverfahren, innerbetriebliche Exportkontrolle

Praxisseminar, 1-tägig, 09:30 bis 17:00 Uhr

Für zahlreiche Unternehmen in Deutschland sind Ausfuhren in Drittstaaten ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Bei der Ausfuhrabwicklung ist jedoch vielfach Expertenwissen gefragt. Was vielen Unternehmern nicht bewusst ist: Geschäftsführer und leitende Angestellte sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Einhaltung sämtlicher Exportvorschriften sicherzustellen und organisatorisch umzusetzen. Dabei sind die Herausforderungen im Rahmen der Exportabwicklung vielseitig, da die durch Zollbehörden und BAFA gestellten Anforderungen stetig steigen.

So müssen Exporteure einerseits zwingend die zollrechtlichen Ausfuhrvorschriften beachten - andererseits werden Unternehmen mit einer wachsenden Zahl von vornehmlich außen- und sicherheitspolitisch motivierten Beschränkungen des Außenhandels konfrontiert, die im Zuge der Organisation der innerbetrieblichen Exportkontrolle zu beachten sind. Die genaue Kenntnis der Vorschriften ist unerlässlich, da Verstöße gegen die gesetzlich normierten „Spielregeln“ mit empfindlichen Freiheits- und Geldstrafen, Bußgeldern sowie ggf. mit der Einziehung der unberechtigten Ausfuhrerlöse oder aber dem Entzug von bewilligten Verfahrensvereinfachungen geahndet wird. Die Folgen von Verstößen können für Unternehmen existenzbedrohend sein.

Dieses Seminar vermittelt für den Umgang mit Ausfuhren das notwendige Fachwissen – es thematisiert die rechtlichen Zusammenhänge zwischen formalem und materiellem Außenwirtschaftsrecht. Neben hilfreichen Tipps zur korrekten Abwicklung des zollrechtlichen Ausfuhrverfahrens werden auch Gestaltungsmöglichkeiten im Zuge von  Verfahrensvereinfachungen aufgezeigt. Anschließend wird die praxisgerechte Umsetzung der innerbetrieblichen Exportkontrolle thematisiert; so wird anschaulich erklärt, welche Beschränkungsregelungen (sowohl güter-, als auch verwendungsbezogen) zu beachten sind und wie diese organisatorisch umgesetzt werden können.

Thematisch ergänzt wird dieses Seminar durch das Seminar am Folgetag „Embargos und Sanktionen“, das sich mit spezifisch länderbezogenen Beschränkungen und den notwendigen Vorkehrungen für den Umgang mit „Listungen“ von Personen/Unternehmen befasst.

Inhalt

  • Überblick über das Ausfuhrverfahren und Schnittstellen zur Exportkontrolle
  • Übergreifende Begriffserläuterungen
    • Ausfuhr / Verbringung
    • Person des Ausführers
  • Ausfuhrverfahren
    • Verfahrensablauf zweistufiges Normalverfahren
      • Internetzollanmeldung
      • ATLAS-Ausfuhr
      • Gestellung außerhalb des Amtsplatzes
    • Ablauf des einstufigen Ausfuhrverfahrens
    • Vereinfachte Ausfuhrverfahren und deren Ablauf
      • Zugelassener Ausführer (ZA) / Anschreibeverfahren
      • Unvollständige Ausfuhranmeldung (uAM)
  • Exportkontrolle
    • Genehmigungspflichten beim Export von gelisteten Gütern (Dual-Use-Güterliste / Ausfuhrliste)
    • Genehmigungspflichten für nicht-gelistete Exportgüter / verwendungsbezogene Beschränkungen („Catch-all-Klausel“)
    • Praxishilfen und Übungen:
      • Korrekter Umgang mit dem Umschlüsselungsverzeichnis / EZT-online
      • Codierungen in ATLAS-Ausfuhr
      • Übungssachverhalt
    • Empfehlungen zur Organisation der innerbetrieblichen Exportkontrolle

 

Tagesablauf

ab 09:00 Uhr

Empfang und Ausgabe der Seminarunterlagen

09:30 Uhr - ca. 09:45 Uhr

Begrüßung durch den Referenten und Abstimmung der Seminarschwerpunkte

11:00 Uhr - 11:15 Uhr

Tee- und Kaffeepause

12:30 Uhr - 13:30 Uhr

Gemeinsames Mittagessen

15:00 Uhr - 15:15 Uhr

Tee- und Kaffeepause

ca. 17:00 Uhr

Ende des Seminars und Austeilung der Teilnehmerzertifikate

 

Das Seminar richtet sich an Leiter und Mitarbeiter von Zoll-, Vertriebs-, und Exportabteilungen in Unternehmen, Speditionen und sonstigen Dienst­leistern. Angesprochen sind auch Ausfuhrverantwortliche, Exportkontrollbeauftragte sowie Geschäftsführer von kleinen und mittleren Unternehmen.

Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich.

30.01.2019
Tobias Schnettler

Tobias Schnettler

Tobias Schnettler, Dipl.-Finanzwirt (FH), ist in der Bundeszollverwaltung als Prüfer im Ressort "Außenwirtschaftsrecht" tätig. Fachbereich und Prüfungsschwerpunkte sind die Rechtsthemen der Exportkontrolle und des zollrechtlichen Ausfuhrverfahrens. Sein Prüfungsspektrum erstreckt sich von börsennotierten Großkonzernen und Mittelständlern (Branchen: Luftfahrt, Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Chemie, Elektrotechnik & IT) bis hin zu spezialisierten Unternehmen mit Hoch- und Rüstungstechnologie. Aus der langjährigen Prüfungserfahrung resultiert eine besondere Fachexpertise im Bereich der Warenkunde.

Regelmäßige Lehreinsätze im Fortbildungsprogramm der Hochschule des Bundes (Fachbereich Finanzen) runden das Profil ab.

10.04.2019
Tobias Schnettler

Tobias Schnettler

Tobias Schnettler, Dipl.-Finanzwirt (FH), ist in der Bundeszollverwaltung als Prüfer im Ressort "Außenwirtschaftsrecht" tätig. Fachbereich und Prüfungsschwerpunkte sind die Rechtsthemen der Exportkontrolle und des zollrechtlichen Ausfuhrverfahrens. Sein Prüfungsspektrum erstreckt sich von börsennotierten Großkonzernen und Mittelständlern (Branchen: Luftfahrt, Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Chemie, Elektrotechnik & IT) bis hin zu spezialisierten Unternehmen mit Hoch- und Rüstungstechnologie. Aus der langjährigen Prüfungserfahrung resultiert eine besondere Fachexpertise im Bereich der Warenkunde.

Regelmäßige Lehreinsätze im Fortbildungsprogramm der Hochschule des Bundes (Fachbereich Finanzen) runden das Profil ab.

24.10.2019
Tobias Schnettler

Tobias Schnettler

Tobias Schnettler, Dipl.-Finanzwirt (FH), ist in der Bundeszollverwaltung als Prüfer im Ressort "Außenwirtschaftsrecht" tätig. Fachbereich und Prüfungsschwerpunkte sind die Rechtsthemen der Exportkontrolle und des zollrechtlichen Ausfuhrverfahrens. Sein Prüfungsspektrum erstreckt sich von börsennotierten Großkonzernen und Mittelständlern (Branchen: Luftfahrt, Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Chemie, Elektrotechnik & IT) bis hin zu spezialisierten Unternehmen mit Hoch- und Rüstungstechnologie. Aus der langjährigen Prüfungserfahrung resultiert eine besondere Fachexpertise im Bereich der Warenkunde.

Regelmäßige Lehreinsätze im Fortbildungsprogramm der Hochschule des Bundes (Fachbereich Finanzen) runden das Profil ab.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Die HZA Hamburger Zollakademie liegt zentral zu den U-/S-Bahn und Bus-Stationen am Hauptbahnhof. Vom Hauptbahnhof sind es ca. 5 Minuten Fußweg zu uns.
Am einfachsten finden Sie Ihren schnellsten Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Seite des HVV.

Vom Flughafen

Auch vom Flughafen können Sie mit der S-Bahn (S1) bis zum Hauptbahnhof fahren. Ein Taxi kostet unter „normalen“ Verkehrsumständen ca. 29,00 € (Fahrtzeit ca. 30 Min.).

Mit dem Auto

Die HZA Hamburger Zollakademie befindet sich in der Innenstadt. Hier finden Sie leider keine einzelnen Parkplätze an den Straßen, sodass wir Ihnen die umliegenden Parkhäuser empfehlen möchten.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt und freuen uns, Sie bald in der HZA Hamburger Zollakademie begrüßen zu dürfen.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Parkplatzempfehlungen Hamburg (PDF)

Hotelempfehlungen

Sollten Sie für Ihren Aufenthalt in Hamburg ein Hotel benötigen, haben wir Ihnen ein paar Hotels in der Nähe der HZA zusammengestellt.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Hotelempfehlungen Hamburg (PDF)

Hinweis

Als unser Seminarteilnehmer haben Sie die Möglichkeit, uns Ihre speziellen Fach- und Praxisfragen vor dem Seminarbeginn zuzusenden. Diese wird der Referent dann gern im Seminar oder in der Pause mit Ihnen besprechen. Bitte senden Sie uns Ihre Fragen bis spätestens 2 Wochen vor Seminarbeginn über die Antwortfunktion Ihrer Anmeldebestätigung, damit wir Ihre Fragen dem Seminar zuordnen können.

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Praxisseminar Führungskräfte Spezial
EU-Sanktionen und -Embargos
Update zu den Sanktionen gegen Russland, Iran, Syrien u.a.
0,5-tägig
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* Die Teilnahmegebühr versteht sich pro Person und beinhaltet eine umfangreiche Seminarunterlage, ein Teilnehmerzertifikat, Kaffee-/Teepausen sowie ein gemeinsames Mittagessen. Der dritte und alle weiteren Teilnehmer, die aus einem Unternehmen an demselben Termin teilnehmen, erhalten einen Rabatt in Höhe von 10% auf die Teilnahmegebühr. Rabatte sind nicht kumulierbar.

** Bei einer gemeinsamen Buchung mit dem Seminar „EU-Sanktionen und -Embargos“ am Folgetag gewähren wir einen Rabatt in Höhe von 10% auf die reguläre Teilnahmegebühr beider Seminare. Bitte buchen Sie beide Seminare separat, der Rabatt wird bei der Rechnungsstellung berücksichtigt. Rabatte sind nicht kumulierbar.

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