Zwangsarbeitsgesetze in den USA und der EU – Pflichten, Risiken, Compliance

Bestehende US- und neue EU-Zwangsarbeitsregeln: Verbannung von in Zwangsarbeit hergestellten Produkten vom US- und EU-Markt

Online, 0,5-tägig

Dieses Webinar findet als Kooperationsveranstaltung mit der AWA AUSSENWIRTSCHAFTS-AKADEMIE statt.

Zwangsarbeit ist ein globales Phänomen, das zu einem zentralen Handels- und Compliance-Thema geworden ist. Besonders die USA haben in den vergangenen Jahren eine aggressive und konsequente Durchsetzungspolitik etabliert. Seit 2022 gilt auf Grundlage des „Uyghur Forced Labor Prevention Act” (UFLPA) ein umfassendes Einfuhrverbot für Waren mit Bezug zur chinesischen Region Xinjiang. Ergänzend greift § 307 des Tariff Act of 1930, der die Einfuhr sämtlicher unter Zwangsarbeit hergestellter Produkte in die USA untersagt, und das unabhängig vom Ursprungsland.

Die US-Zollbehörde „U.S. Customs and Border Protection” (CBP) setzt diese Vorgaben mit weitreichenden Befugnissen durch. Besonders relevant ist dabei die Beweislastumkehr unter dem UFLPA: Das importierende Unternehmen muss aktiv nachweisen, dass keine Zwangsarbeit eingesetzt wurde. Bereits der Verdacht der US-Zollbehörde löst die Beweislastpflicht für das Unternehmen aus. Ohne weitreichende und überzeugende Dokumentation drohen Zurückhaltung, Beschlagnahme oder der Ausschluss vom US-Markt.

Vor diesem Hintergrund hat auch die Europäische Union die EU-Verordnung über das Verbot von in Zwangsarbeit hergestellten Produkten („Forced Labour Regulation“, FLR) angenommen. Sie sieht ein Verbot des Inverkehrbringens und der Bereitstellung auf dem Unionsmarkt sowie ein Exportverbot vor. Die FLR gilt weltweit, ist nicht auf bestimmte Produktgruppen beschränkt und ist unabhängig vom Warenwert anwendbar.

Spätestens mit dem vollständigen Wirksamwerden der EU-Regelung im Jahr 2027 müssen die erforderlichen Compliance-Strukturen implementiert sein. Angesichts der bereits heute geltenden und streng durchgesetzten US-Vorgaben empfiehlt sich jedoch ein integrierter transatlantischer Ansatz: Wertschöpfungsketten sollten frühzeitig überprüft, Risikobereiche identifiziert und gegebenenfalls strukturell angepasst werden.

Ihr Nutzen
Nach Ihrer Webinarteilnahme wissen Sie, welche Pflichten sich aus dem US-Zwangsarbeitsgesetz sowie der EU-Zwangsarbeitsverordnung für Ihr Unternehmen ergeben und wie Sie diese erfüllen können. Das Webinar gibt Ihnen praxisnahe Hinweise, welche Schritte Sie unternehmen müssen, um Compliance-Strukturen zu implementieren, den bestehenden und neuen Pflichten gerecht zu werden und Sanktionen zu vermeiden. Sie lernen zudem, wie Sie sich eigenständig auf dem aktuellen Stand halten können und welche Quellen für Ihr internes Monitoring unentbehrlich sind.

Webinrinhalt

  • Hintergrund und Kontext
  • Anwendungsbereiche
  • Rechtliche Grundlagen und Rechtsfragen
  • Praktische Auswirkungen
  • Monitoring- und Compliance-Strategien
  • Fragen, Antworten und Diskussion

Zeit

Webinar

14:00-15:00

  • Begrüßung und Einführung
  • Hintergrund & Kontext der Regelungen
  • Anwendungsbereiche – Gemeinsamkeiten & Unterschiede

15:00-15:15

Pause

15:15-16:00

  • Praktische Auswirkungen
  • Monitoring Strategien
  • Fallbeispiele aus der US-Unternehmenspraxis

16.00-16.15

Pause

16.15-17.00

  • Compliance-Strategien
  • Fragen, Antworten und Diskussion

Ablaufpläne sind vorläufig; Änderungen aufgrund aktueller Entwicklungen vorbehalten.

Das Webinar richtet sich an Zollverantwortliche, Compliance-Beauftragte, Zoll- und Compliance-Berater, Entscheider für Einkauf, Produktion und Vertrieb sowie alle Interessierten, die sich einen Überblick über den bestehenden und neuen gesetzlichen Rahmen verschaffen möchten.

01.07.2026
Maximilian Kasten

Maximilian Kasten

Maximilian Kasten

Wirtschaftsjurist (LL.M., MCA)

Siemens USA // Orlando, Florida

28.09.2026
Maximilian Kasten

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Wirtschaftsjurist (LL.M., MCA)

Siemens USA // Orlando, Florida

02.12.2026
Maximilian Kasten

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Maximilian Kasten

Wirtschaftsjurist (LL.M., MCA)

Siemens USA // Orlando, Florida

Hinweis

Als unser Seminarteilnehmer haben Sie die Möglichkeit, uns Ihre speziellen Fach- und Praxisfragen vor dem Seminarbeginn zuzusenden. Diese wird der Referent dann gern im Seminar oder in der Pause mit Ihnen besprechen. Bitte senden Sie uns Ihre Fragen bis spätestens 2 Wochen vor Seminarbeginn über die Antwortfunktion Ihrer Anmeldebestätigung, damit wir Ihre Fragen dem Seminar zuordnen können.

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01.07.2026, 14:00 - 17:00 Uhr
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€ 429,00 zzgl. MwSt. *
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28.09.2026, 14:00 - 17:00 Uhr
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02.12.2026, 14:00 - 17:00 Uhr
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* Die Teilnahmegebühr versteht sich pro Person und beinhaltet eine umfangreiche Webinarunterlage und ein Teilnehmerzertifikat als PDF-Datei. Der dritte und alle weiteren Teilnehmer, die aus einem Unternehmen an demselben Termin teilnehmen, erhalten einen Rabatt in Höhe von 10 % auf die Teilnahmegebühr. Rabatte sind nicht kumulierbar.

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