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09.03.2020

Außenwirtschaft: Coronavirus belastet weltweit den Außenhandel

Außenwirtschaft: Coronavirus belastet weltweit den Außenhandel

Nach Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die derzeitige Ausprägung des Coronavirus nicht nur Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft, sondern auch auf die gesamte Weltwirtschaft.

Folgen für die deutsche Wirtschaft

Die Auswirkungen für Deutschland zeigen sich insbesondere in den unmittelbaren Handelsbeziehungen mit China. 2019 entfielen 7,2% der deutschen Exporte und 9,9% der deutschen Importe auf die Volksrepublik China. Anhaltende Produktionsstopps in China könnten sich mittelfristig, aber auch auf die Industrieproduktion in Deutschland auswirken. Zudem könnte ein Rückgang der chinesischen Konsumnachfrage die deutschen Exporte nach China beeinflussen. Insgesamt zeigt sich schon jetzt eine Investitionszurückhaltung aufgrund der Verunsicherung der gesamten Wirtschaft.

Deutschland – Export medizinischer Schutzausrüstung wurde beschränkt

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 4. März 2020 eine Anordnung (BAnz AT 04.03.2020 B1) erlassen, die den Export medizinischer Schutzausrüstung beschränkt. Betroffen sind Schutzbrillen, Schutzanzüge, Atemmasken etc. Der Bedarf an diesen Gütern im Inland ist steigend. Diese Maßnahme gilt somit zur Aufrechterhaltung eines funktionierenden Gesundheitssystems in der Bundesrepublik Deutschland. Ausnahmeregelungen zum Export dieser Waren gibt es u.a. für Hilfsorganisationen sowie für die Versorgung der Bundeswehr im Auslandseinsatz.

 

Maßnahmen für den Schutz von Unternehmen

Die konkreten Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuschätzen. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu begrenzen, stehen Förderinstrumente für Unternehmen bereit, insbesondere Betriebsmittelkredite durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder sog. ERP-Gründerkredite. Der Bund übernimmt auch weiterhin Exportkreditgarantien für Exporte nach China.

Mit dem jüngst veröffentlichten Beschlusspapier des Koalitionsausschusses vom 8. März 2020 wird zudem eine bis 2021 befristete Verordnungsermächtigung angekündigt. Dadurch werden die politischen Voraussetzungen für weitere Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen geebnet. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern und die Planungssicherheit von Arbeitgebern sowie Arbeitnehmern zu gewährleisten. Investitionshilfen für stark vom Coronavirus betroffene Unternehmen werden in Aussicht gestellt.

ajs

Unsere Seminarempfehlungen:

Der Ausbruch des Coronavirus betrifft die Weltwirtschaft. Bereits wenige Wochen nach dem ersten Auftreten im chinesischen Wuhan sind mehr als 80.700 Menschen in China infiziert. In diesem Zuge berufen sich chinesische Unternehmen aufgrund von Lieferschwierigkeiten häufig auf höhere Gewalt (force majeure). Mehr erfahren Sie in den Seminaren der Hamburger Zollakademie – stets aktuell und auf dem neuesten Stand:

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