21.05.2026

Exportkontrolle: Steigende Militärausgaben laut SIPRI-Bericht

Exportkontrolle: Steigende Militärausgaben laut SIPRI-Bericht

Die im Frühjahr 2026 veröffentlichten Berichte des Stockholmer Friedensforschungsinstituts (SIPRI) haben gezeigt, dass die weltweiten Militärausgaben einen historischen Höchststand erreicht haben. Es ist das elfte Jahr in Folge mit steigenden globalen Rüstungsinvestitionen, die durch anhaltende Kriege und geopolitische Krisen angetrieben werden.

Warum steigen Europas Verteidigungsausgaben deutlich?

Zwar sind die Vereinigten Staaten weiterhin Spitzenreiter bei den Verteidigungsausgaben, ihre Ausgaben sind jedoch entgegen dem globalen Trend zurückgegangen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass keine neuen Militärhilfen für die Ukraine beschlossen wurden. In Europa stiegen die Ausgaben dagegen deutlich um 14 Prozent.

Die Ukraine investierte dem Bericht zufolge stark in die Verteidigung, während europäische Partner ihre Unterstützung ausweiteten und zugleich stärker in die eigene Verteidigung investierten, nachdem die US-Hilfen zurückgegangen waren.

Deutschland verzeichnete dabei ein Plus von 24 Prozent. Dies ist laut SIPRI-Experten einerseits auf die wahrgenommene Bedrohung durch Russland und andererseits auf das wachsende Desinteresse der USA an der NATO zurückzuführen. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland damit auf Platz vier der Länder mit den höchsten Militärausgaben.

Warum erwarten Friedensforscher weiter steigende Militärausgaben?

Die SIPRI-Friedensforscher erwarten weltweit weiter steigende Militärausgaben. Auch das Minus in den USA dürfte laut SIPRI nur vorübergehend sein, unter anderem wegen des anhaltenden Kriegs mit Iran und geplanter US-Verteidigungsausgaben von bis zu 1,5 Billionen Dollar im Haushalt 2027.

Zudem wollen die NATO-Staaten künftig fünf Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung investieren. Insgesamt sieht SIPRI wegen wachsender globaler Spannungen einen anhaltenden Aufrüstungstrend.

Warum sorgen sich SIPRI-Wissenschaftler besonders um Asien?

Neben der russischen Aggression in Europa und den Konflikten im Nahen Osten machen sich die SIPRI-Wissenschaftler auch weiterhin über die Spannungen zwischen rivalisierenden Mächten und den daraus resultierenden Rüstungswettlauf in Asien Sorgen.

sd

Unsere Empfehlungen:

Als Rüstungsgüter werden Güter bezeichnet, die für militärische Zwecke konstruiert oder umgebaut wurden. Der Export von Rüstungsgütern ist verständlicherweise besonders streng geregelt. Wer Rüstungsgüter grenzüberschreitend liefern möchte, benötigt in jedem Fall eine Ausfuhr- oder Verbringungsgenehmigung.

Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung der Exportkontrolle. Sie soll gewährleisten, dass sicherheitsrelevante Güter nicht unkontrolliert in Krisengebiete gelangen. Dadurch könnten sich internationale Konflikte verschärfen oder es könnte gegen außen- und sicherheitspolitische Interessen verstoßen werden. In den Seminaren und Webinaren zum Exportkontrollrecht erhalten Sie von unseren Experten einen umfassenden Überblick über das Exportkontrollrecht.

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