27.06.2019

Import: Neue EU-Verordnung gegen illegale Einfuhr von Kulturgütern

Import: Neue EU-Verordnung gegen illegale Einfuhr von Kulturgütern

Am 07. Juni 2019 wurde in dem Amtsblatt der Europäischen Union die Verordnung 2019/818 über das Verbringen und die Einfuhr von Kulturgütern bekanntgegeben. Der Rat der Europäischen Union hatte bereits am 09. April 2019 gemeinsamen Regeln für die Einfuhr von Kulturgütern in die Europäische Union abschließend zugestimmt und das Europäische Parlament  die entsprechende Verordnung bereits Mitte März 2019 beschlossen.

Neue Regelungen ab Dezember 2020 in Kraft

Die neuen Regelungen vereinheitlichen und stärken den Schutz von Kulturgütern aus Drittstaaten vor illegalem Handel. Sie sind für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich. Die Bestimmungen sollen dazu beitragen, der organisierten Kriminalität die Erschließung von Finanzquellen in diesem Wirtschaftsbereich zu erschweren. Der Eintritt von Gegenständen in die EU, die der Finanzierung von Terrorismus dienen, soll verhindert werden. Die neuen Einfuhrregelungen gleichen damit mehr den Ausfuhrregeln von Kulturgut, die bereits länger bestehen.

Kulturgut außerhalb der EU erfasst

Die neue Einfuhrverordnung gilt ausschließlich für Kulturgut, das seinen Ursprung außerhalb der EU hat, also nicht für die Einfuhr europäischer Kulturgüter. Kulturgüter, die illegal aus Herkunftsstaaten außerhalb der EU ausgeführt wurden, dürfen nicht in die EU gebracht werden.

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Unsere Seminarempfehlungen:

Angesichts des besonderen Charakters von  Kulturgütern spielen die Zollbehörden eine wichtige Rolle. Der Zoll kann in Zukunft zusätzliche Informationen von den Anmeldern anfordern und die Kulturgüter im Wege einer Beschau untersuchen. So wird dem illegalen Handel mit Kulturgütern ein weiterer Riegel vorgeschoben. Mehr erfahren Sie in den Seminaren der Hamburger Zollakademie – stets aktuell und auf dem neuesten Stand:

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