07.05.2026

Zoll: EU-UK-Fortschritte bei Energie, Kohäsion, Erasmus+

Zoll: EU-UK-Fortschritte bei Energie, Kohäsion, Erasmus+

Der Rat der EU hat die Kommission ermächtigt, mit dem Vereinigten Königreich über zwei Abkommen zum Strommarkt und zur Beteiligung an der EU-Kohäsionspolitik zu verhandeln. Zudem wurde die Teilnahme an Erasmus+ ab 2027 gebilligt. Ziel ist es, die Beziehungen zu vertiefen und verlässliche vertragliche Grundlagen zu schaffen.

Welche Ziele umfasst das geplante Stromabkommen?

Das Stromabkommen sieht die Teilnahme des Vereinigten Königreichs am europäischen Binnenmarkt für Strom sowohl auf Großhandels- als auch auf Endkundenebene vor. Damit verbunden ist eine dynamische Angleichung der britischen Rechtsvorschriften an die der EU. Durch die Angleichung der jeweiligen Vorschriften würde dieses Abkommen somit laut EU wesentlich zur Energiesicherheit auf beiden Seiten beitragen.

Was soll das zweite Abkommen leisten?

Im zweiten Abkommen soll das Vereinigte Königreich einen finanziellen Beitrag leisten, um wirtschaftliche Unterschiede zwischen den Regionen in der EU zu verringern und um den Zusammenhalt zu stärken. Dahinter steht das Prinzip der EU: Wer als Nicht-Mitglied Zugang zum EU-Markt bekommt, soll dafür einen fairen finanziellen Beitrag leisten, der dem Nutzen dieses Zugangs entspricht.

Wie ist der aktuelle Stand der UK-Teilnahme am EU-Programm Erasmus+?

Der Ratsbeschluss ermöglicht dem Vereinigten Königreich außerdem die Teilnahme am EU-Programm Erasmus+ für Bildung, Jugend und Sport im Jahr 2027, für die konkrete Bedingungen festgelegt werden, einschließlich finanzieller Beiträge. Nach zehn Monaten ist eine Überprüfung vorgesehen, um zu bewerten, wie gut die Teilnahme funktioniert. Diese Bewertung dient als Grundlage für spätere Entscheidungen über eine mögliche Fortsetzung.

Sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind, muss der Rat die Abkommen billigen, damit sie in Kraft treten können.

sd

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Trotz des Brexits bleibt das Vereinigte Königreich ein wichtiger Absatzmarkt, der für Außenhändler attraktiv sein kann. Ein Engagement lohnt sich vor allem dann, wenn Unternehmen gut auf die neuen Rahmenbedingungen vorbereitet sind.

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