01.09.2026

Exportkontrolle: EU sanktioniert fünf weitere russische Personen

Exportkontrolle: EU sanktioniert fünf weitere russische Personen

Der Rat der Europäischen Union hat weitere restriktive Maßnahmen gegen fünf Personen verhängt. Hintergrund ist ihre Unterstützung des militärisch-industriellen Komplexes Russlands im Zusammenhang mit dem anhaltenden Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Wen betreffen die neuen Sanktionen?

Bei den fünf neu gelisteten Personen handelt es sich um Führungskräfte russischer Unternehmen aus der Verteidigungs- und Militärtechnologiebranche. Die betreffenden Unternehmen entwickeln, produzieren oder liefern militärische Technologien und Ausrüstung. Diese werden teilweise von den russischen Streitkräften im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt.

Welche Bereiche der russischen Rüstungsindustrie sind betroffen?

Die neu gelisteten Personen stehen in Verbindung mit russischen Unternehmen, die wichtige Komponenten und Technologien für militärische Anwendungen entwickeln oder herstellen. Dazu zählen unter anderem Komponenten für ballistische Raketen, militärische Kommunikationssysteme sowie Software für Drohnen und weltraumbezogene Militärtechnologien.

Welche Folgen hat die Aufnahme in die Sanktionsliste?

Für die gelisteten Personen gelten die entsprechenden EU-Sanktionsmaßnahmen. Ihre Vermögenswerte in der EU werden eingefroren. Zudem dürfen ihnen weder direkt noch indirekt Gelder oder andere wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus gilt für sie ein Einreiseverbot in die Europäische Union.

sd

Unsere Empfehlungen:

Die neuen Listungen ergänzen die bereits umfangreichen EU-Sanktionen gegen Russland. Zuletzt hatte die Europäische Union mit ihrem 21. Sanktionspaket vom Juli 2026 die bestehenden Maßnahmen nochmals deutlich ausgeweitet. Im Fokus stehen unter anderem Russlands Energie- und Finanzsektor, die sogenannte Schattenflotte sowie weitere Beschränkungen für den Handel mit bestimmten Gütern und Technologien. Mit den zusätzlichen Listungen setzt die EU diesen Kurs fort und nimmt gezielt weitere Akteure in den Blick, die zur Unterstützung des russischen militärisch-industriellen Komplexes beitragen.

Die EU-Sanktionen gegen Russland und Belarus werden fortlaufend angepasst und erweitert. Für Unternehmen bedeutet das: Geschäftspartner, Warenverkehre und bestehende Prozesse müssen regelmäßig auf neue Beschränkungen geprüft werden.

Im gemeinsamen Webinar der Hamburger Zollakademie und der AWA AUSSENWIRTSCHAFTS-AKADEMIE erhalten Sie einen aktuellen Überblick über die geltenden Russland- und Belarus-Sanktionen und erfahren, welche Vorgaben Sie im Geschäftsalltag sicher berücksichtigen müssen.


>> Jetzt Russland- und Belarus-Sanktionen sicher einordnen

Russland- und Belarus-Sanktionen der EU

EU-Sanktionen und -Embargos

Geprüfte Fachkraft Exportkontrolle (HZA)©

© 2026 HZA Hamburger Zollakademie