Zoll: Freihandelsabkommen mit den Philippinen rückt näher
Die Europäische Union und die Philippinen haben sich weitgehend über ein Freihandelsabkommen (Free Trade Agreement, FTA) geeinigt. Damit ist der Weg für den formellen Abschluss des Abkommens in den kommenden Monaten geebnet.
Laut EU-Angaben umfasst das geplante Freihandelsabkommen mehr als 97 Prozent des aktuellen Handelsvolumens. Das Handelsvolumen zwischen beiden Seiten beläuft sich derzeit auf rund 18 Milliarden Euro für Güter und zehn Milliarden Euro für Dienstleistungen pro Jahr.
Was versprechen sich die EU und die Philippinen von dem Freihandelsabkommen?
Das FTA soll die bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen der EU und den Philippinen vertiefen und zugleich vielfältiger und widerstandsfähiger gestalten. Laut EU-Pressemitteilung ist die Einigung zudem ein klares Signal für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der EU und den Philippinen.
Grundlage dafür ist ein gemeinsames Interesse an einer offenen, inklusiven und regelbasierten internationalen Ordnung in dem derzeit volatilen Umfeld.
Was soll das Freihandelsabkommen konkret bewirken?
Konkret soll das Freihandelsabkommen neue Chancen für Unternehmen, darunter kleine und mittlere Unternehmen (KMU), sowie für Landwirte, Hersteller und Verbraucher auf beiden Seiten schaffen. Zugleich sollen die Lieferketten gestärkt und diversifiziert werden.
Dies ist vor dem Hintergrund zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten und der wachsenden Bedeutung resilienter Lieferketten von besonderer Relevanz. Darüber hinaus soll das Abkommen für faire Regeln und mehr Planungssicherheit sorgen und somit zu einer stabileren Weltwirtschaft beitragen.
Welches Handelsvolumen erreichen die EU und die Philippinen?
Laut EU-Kommission war die EU mit ihren 450 Millionen Einwohnern im Jahr 2025 der viertgrößte Handelspartner der Philippinen und machte 8,3 Prozent des gesamten Warenhandels des Landes aus.
Der bilaterale Warenhandel belief sich im vergangenen Jahr auf 17,6 Milliarden Euro, der Handel mit Dienstleistungen erreichte im Jahr 2024 10,3 Milliarden Euro.
Sd
Unsere Empfehlungen:
Die Einigung mit den Philippinen ist Teil der Bemühungen der EU, ihre internationalen Handelsbeziehungen breiter aufzustellen und neue Absatzmärkte zu erschließen. Vor dem Hintergrund handelspolitischer Spannungen mit den USA und des schwierigen Verhältnisses zu China setzt die EU zunehmend auf die Diversifizierung ihrer Handelspartnerschaften.
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