06.08.2026

Zoll: Europaparlament ebnet Weg für neues EU-Mexiko-Abkommen

Zoll: Europaparlament ebnet Weg für neues EU-Mexiko-Abkommen

Am 8. Juli 2026 stimmte das EU-Parlament dem Modernisierten Globalabkommen („Modernised Global Agreement“, MGA) der EU mit Mexiko zu. Zudem stimmte das EU-Parlament einem Interimsabkommen („Interim Trade Agreement“, ITA) zu, das die Handelsaspekte des MGA abdeckt. Damit rückt das Inkrafttreten neuer Handelserleichterungen zwischen der EU und Mexiko einen wichtigen Schritt näher.

Warum gibt es neben dem Globalabkommen ein Interims-Handelsabkommen?

Das umfassende Globalabkommen löst das Abkommen zwischen der EU und Mexiko aus dem Jahr 2000 endgültig ab, sobald alle nationalen Ratifizierungsschritte in den EU-Mitgliedstaaten abgeschlossen sind. Die Ablösung des alten Regelwerks ist notwendig, da es nicht mehr zeitgemäß ist.

Das separate Interims-Handelsabkommen deckt die Bereiche ab, die in die Zuständigkeit der EU fallen. Es gilt vorab, damit die neuen Regeln schneller greifen.

Welche Bereiche stärkt das neue Handelsabkommen?

Das Abkommen sieht den Abbau von Zöllen und anderen Handelsbarrieren für zahlreiche Agrarprodukte, darunter Geflügel, Schweinefleisch, Käse und Butter, sowie für zahlreiche Industriewaren vor. EU-Unternehmen erhalten darüber hinaus einen besseren und einfacheren Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen in Mexiko. Gleichzeitig werden der Schutz des geistigen Eigentums, insbesondere von Marken und Innovationen, sowie die Rahmenbedingungen für den digitalen Handel gestärkt.

Warum modernisieren die EU und Mexiko ihr Handelsabkommen?

Mexiko ist der zweitgrößte Handelspartner der EU in Lateinamerika. Die EU ist Mexikos drittgrößter Handelspartner und nach den USA der zweitgrößte Exportmarkt des Landes. Derzeit werden die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Mexiko durch den Handelspfeiler des Abkommens über wirtschaftliche Partnerschaft, politische Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen der EU und Mexiko (das „Globalabkommen“) geregelt. Am 22. Mai 2026 unterzeichneten die EU und Mexiko das Modernisierte Globalabkommen sowie das Interims-Handelsabkommen (siehe HZA-News vom 28. Mai 2026).

sd

Unsere Empfehlungen:

Die Europäische Union reagiert auf die weltweiten Handelskonflikte, indem sie ihre Freihandelsstrategie ausbaut. In den vergangenen Monaten wurden mehrere wichtige Handelsabkommen vorangetrieben: Der Handelsteil des EU-Mercosur-Abkommens trat am 1. Mai 2026 vorläufig in Kraft und die Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit Indien und Australien wurden 2026 abgeschlossen.

Selbstverständlich behalten wir die Entwicklungen rund um neue Freihandelsabkommen für Sie im Blick. Die Experten der Hamburger Zollakademie informieren Sie in unseren Schulungen stets aktuell über die Vorteile, die sich aus dem Status quo der EU-Handelsabkommen für Ihre Außenhandelsgeschäfte im Import und Export ergeben. Im Kooperations-Webinar "Mercosur intensiv" der Hamburger Zollakademie mit der AWA AUSSENWIRTSCHAFTS-AKADEMIE erhalten Sie beispielsweise kompakte Informationen zu dem Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Ländern.

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